Heiße Sommer, schöner Garten – wie geht das zusammen?
Jeder hat die heißen Wochen 2026 erlebt; daher: Hitze- und Dürrezeiten in unseren Gärten sollten uns nicht überraschen. Sie sind immer wieder möglich, und es sind immer wieder heiße Sommer zu erwarten. Aber bedeutet das nun, daß ich mit traurigen Gartenanblicken leben muß, oder gibt es Maßnahmen, um die Lage zu entspannen und für meine Pflanzung verkraftbarer zu machen?
Im Folgenden gebe ich Ihnen fünf Tipps, wie Sie Ihren Garten so planen können, daß er gut für die nächsten heißen Sommer aufgestellt ist und Sie viele Jahre Freude daran haben werden.
Vorbemerkung: Lassen Sie sich nicht von Hochglanzbildern täuschen
Das ganze Jahr über werden uns in Gartenzeitschriften blühende, harmonische, grüne Gartenbilder gezeigt. Auf diese Gärten sind wir ausgerichtet. Gleichzeitig kann jeder wissen: Ein Garten ist kein Möbelstück – einmal zusammengebaut, dann ist alles fertig. Nein: Gärten sind stattdessen immer in Bewegung, oft mit unerwarteter Dynamik. Das macht ihren Reiz aus. Aber deswegen haben sie schönheitliche Höhepunkte – Knospen, Blüten, Früchte, Herbstfärbung,… -, genauso aber auch weniger reizvolle Zeiten – sonnenfahle Wiesen, sichtbar gestreßtes Laub, blattlose Monate. Das gehört alles zum Jahreslauf dazu. Wer das nicht will, kann eigentlich nur Immergrüne oder Plastikpflanzen setzen. Aber das immergleiche Bild das ganze Jahr über ist auch eintönig – und natürlich das Gegenteil von umweltfreundlich.
Grundsatz: Die Natur ist das Vorbild
1. Mit den Jahreszeiten leben
Wir erleben Jahr für Jahr, daß es natürliche Entwicklungen gibt, gegen die wir uns nur mit viel Aufwand und dann trotzdem meist ohne Erfolg stemmen können: In Weinbaugebieten von Rheinhessen bis Unterfranken, in denen ich Gärten etwa in Mainz und Würzburg anlege, wird es nunmal nie ein norddeutsches Klima geben. Und daher wird fast jeden Sommer der Rasen oder die Wiese einige Wochen fahl werden. Wer dies akzeptiert, der hat schon einen wesentlichen Streßfaktor ausgeschaltet. Denn nur das, was ich nicht annehme, das wird bei mir großen Widerwillen und dann sinnlose Arbeitshektik erzeugen.
2. Die richtigen Pflanzen auswählen
Wenn wir uns an der Natur ein Vorbild nehmen und umweltverträglich denken, dann können wir die Pflanzen unserer mitteleuropäischen Pflanzenwelt bevorzugen. Diese sind vielfältig, umweltfreundlich, tier-wertvoll als Nahrungsquelle und an unsere Gegebenheiten seit Jahrhunderten angepaßt. So werden Sie an einer der vielen Wildrosen fast nie einen Trockenschaden erleben – auch ohne zu gießen.

Auch gibt es eine riesige Auswahl an niedrigen Pflanzen wie dem Feldthymian über kleine Büsche wie dem Schwarzen Geißklee bis zu hitzefesten Bäumen wie der Echten Mehlbeere. Also: Für jeden Bedarf finden wir hier die richtige Pflanze in unserer weiteren Umgebung.

3. Den richtigen Ort auswählen
Darüberhinaus will jede Pflanze am passenden Ort stehen. Eine feuchtigkeitsliebende Weide in einen trockenen Vorgarten zu setzen, das ist von Anfang an ein aufwendiger Fehler. Stattdessen gehört hier zum Beispiel ein trockenheitsverträglicher Blasenstrauch hin. Denn den werden wir nicht gießen müssen. Sie sagen nun vielleicht: „Das ist doch selbstverständlich!“ Ja, sollte man meinen; es wird aber regelmäßig trotzdem nicht beachtet.

4. Pflanzen sind genügsamer als viele denken
Zwar sollten die Pflanzen am richtigen Ort stehen. Aber ebenso gilt: Die meisten Pflanzen sind genügsam. Sie kommen auch mit wetterbedingten Standortschwierigkeiten meist zurecht. Daher brauchen wir nur im Ausnahmefall bei einer durchdachten Pflanzung einzugreifen. Regelmäßig können wir es hinnehmen, daß Pflanzen auch einmal etwas beansprucht aussehen bei Hitze-Witterung. Da geht es ihnen nicht anders als uns.

5. Flächige Begrünung statt offener Boden
Schließlich ist es wichtig, das Kleinklima im Garten zu beruhigen: Wer große Flächen gepflastert hat, der zieht natürlich die Hitze an. Wer dagegen möglichst viel begrünt, wer durch Pflanzen beschattete Bereiche schafft, der sorgt dafür, daß die Gartenlieblinge auch in Dürrewochen gut durchkommen. So kann man schon mit ein paar neuen Grundsätzen den Garten für eine gute Zukunft prägen.
Zusatztipp: Auf die richtige Pflanzzeit achten
Wer in diese Richtung Schritte unternehmen will, der kann am besten gleich im kommenden Herbst oder Frühjahr anfangen. Denn die schwierigste Zeit werden immer die ersten Anwachsjahre sein. Wenn die Pflanzen am richtigen Standort danach gut eingewurzelt und eingewachsen sind, dann sind sie schon viel widerstandsfähiger. Und wir können beruhigt in Urlaub fahren, ohne Sorge um unsere Pflanzenbeete haben zu müssen.
Meine Unterstützung
Gerold Baring Liegnitz,
Wenn Sie hier Unterstützung suchen, die sich auszahlt, dann helfe ich gern weiter.
Viele Auskünfte finden Sie dazu unter www.Grünling-Garten.de
Rufen Sie mich gern an: 0931/88068600 oder schreiben Sie an Nachricht@Grünling-Garten.de .
Ich freue mich, Sie unterstützen zu dürfen.
Naturgartenplaner für Würzburg und Umgebung sowie Mainz und Umgebung
Bildnachweise – in der Reihenfolge, wie die Bilder im Beitrag erscheinen – alle Bilder ohne Änderung:
- Foto „Wild Rosa gallica Romania“ von Bogdan, lizenziert unter CC BY-SA 3.0
- Foto „Thymus serpyllum“ von Gordana Dikanovic, lizenziert unter CC BY-SA 4.0
- Zeichnung „Gemeiner Blasenstrauch“: Gemeinfrei / Public Domain
- Foto „Bombus norvegicus – Veronica spicata – Keila“ von Ivar Leidus, lizenziert unter CC BY-SA 4.0
